fbpx

Darum sollte deine Bibliothek in Facebook Gruppen aktiv sein

Du hast richtig gelesen: Facebook! Immer wieder wird mir die Frage gestellt, ob sich Facebook denn noch „lohnen“ würde, es wären doch jetzt „alle“ bei Instagram oder TikTok oder dem nächsten Social Media Hype.

Natürlich lohnt sich Facebook! (Wenn es zu den Zielen deiner Bibliothek passt und deine Zielgruppe dort ist. Aber wer mir folgt, sollte das schon runterbeten können. Ansonsten empfehle ich mein Social Media Strategie Workbook für Bibliotheken.) Jetzt mal ehrlich: Facebook ist auch 2021 immer noch die größte und bekannteste Social Media Plattform mit den meisten Usern, auch in Deutschland. Warum also sollte es sich nicht „lohnen“?

Der Umgang mit Facebook hat sich geändert

Richtig ist, dass sich Facebook und der Umgang mit der Plattform in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Aber hey, so läuft es bei allen Bereichen rund um Social Media ab: sie unterliegen einem ständigen Wandel. Wer da nicht regelmäßig die Ausrichtung hinterfragt, bleibt am Ende auf der Strecke. Daher nochmal anders formuliert: wenn du Facebook heute genauso nutzt, wie noch vor fünf Jahren, kann es sein, dass es sich nicht lohnt. Dann liegt es aber an dir und nicht an Facebook. Denn früher wurde viel mehr in eine Richtung kommuniziert. Man hat einen Post veröffentlicht und auf Reaktionen gewartet. Das funktioniert heute nicht mehr.

Wie jede andere Social Media Plattform auch lebt Facebook inzwischen davon, dass verschiedene Menschen miteinander interagieren. Es ist eine Möglichkeit, um sich untereinander auszutauschen. Und genau dieser Austausch ist etwas, das bei Facebook unglaublich gut funktioniert. Nämlich unter anderem durch die Gruppen.

Facebook Gruppen sind der gemeinsame Dritte Ort

Versteh mich nicht falsch: Facebook Posts funktionieren immer noch. Auch sehr gut, wenn du für deine Bibliothek gute Inhalte lieferst. Aber Facebook Gruppen sind eine zusätzliche super Möglichkeit, um dich und deine Bibliothek sichtbar zu machen und mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, die die Angebote vielleicht noch nicht kennen.

Du kennst es vielleicht von dir privat: wenn du ein bestimmtes Hobby hast oder dich zu einem anderen Thema gerne mit Menschen austauschen möchtest, Inspirationen sammeln oder von Erfahrungen anderer profitieren willst, dann sind Facebook Gruppen ein idealer Rahmen dafür. Ich persönlich liebe meine Facebook Gruppen für Zwillingseltern, zu gebuchten Weiterbildungen und natürlich auch für Bibliotheksmitarbeiter. 🙂

Und weißt du, welcher Art Facebook Gruppe auch fast jeder Nutzer angehört? Regionalen Gruppen. Solche, die auf eine bestimmte Stadt, eine Gemeinde oder ein Gebiet fokussiert sind. Und das kann man für die Sichtbarkeit der Bibliothek richtig gut nutzen.

Die Bibliothek als Gruppenmitglied

Inzwischen erlauben viele Gruppen, dass man auch mit einem Business-Account (den du ja hoffentlich für deine Bibliothek erstellt hast) einer Facebook Gruppe beitreten kann. Das bedeutet, dass man als Bibliothek kommentieren und posten kann. Und das ist super! Denn damit ist die Möglichkeit geschaffen, eine größere Sichtbarkeit für die Bibliothek zu erreichen – wenn man es richtig anstellt. Deshalb habe ich dir vier Wege mitgebracht, wie du als Bibliothek in einer Facebook-Gruppe aktiv sein kannst:

1. Du kennst die Angebote der Bibliothek

Trete regionalen Facebook-Gruppen bei, bzw. solchen, in denen sich eben die Zielgruppe deiner Bibliothek befindet. Oft werden dort Fragen gestellt wie: Was kann man heute machen? Aktivitäten mit Kindern? Unternehmungen bei schlechtem Wetter? Und natürlich vieles anderes. Und dann bist du an der Reihe. Mach in den Kommentaren auf die Angebote der Bibliothek aufmerksam, wo es passt. Jemand sucht Unterstützung, weil er nicht mit seinem Laptop klar kommt? Viele Bibliotheken bieten Technik-Sprechstunden an. Das Kind hat Langeweile? In der Bibliothek kann es an der Konsole zocken und sich mit anderen austauschen. Viele Menschen wissen einfach nicht, dass die Bibliothek in ihrer Stadt solche Angebote hat. Kläre sie auf.

2. Bibliotheksmitarbeiter als Freund und Helfer

Facebook-Gruppen sind auch nützlich, um tatsächlich anderen Menschen zu helfen. Und mal ehrlich: in vielen Themengebieten bist du nun einmal Spezialist. Jemand sucht ein bestimmtes Buch oder einen Film, kennt aber nur noch die Handlung und nicht den Titel? Eine Kleinigkeit für dich! Und kennt sich eigentlich jemand mit eReadern aus? Na klar! Hilf den Leuten direkt, wo es möglich ist. Sie werden die Bibliothek positiv damit verbinden.

3. Langeweile? Nicht bei uns!

Um den ständigen Fragen, was man denn heute so machen könnte, etwas entgegen zu wirken, kannst du auch eure Veranstaltungen direkt in den Gruppen bewerben. Achte darauf, dass es in den Gruppenregeln zugelassen ist, oder kontaktiere vorher einen der Admins. Natürlich sollte es in einem gewissen Maß erfolgen. Wenn du in einer riesigen Zentralbibliothek arbeitest, und ihr jeden Tag drei Veranstaltungen habt, solltest du vielleicht nicht alle in der Gruppe posten, um nicht zu „spammen“. Aber die, für die ihr mehr Menschen erreichen möchtet, und die auch zur Facebook Gruppe passen, werden sicher gern gesehen sein.

4. Auch Bibliotheken haben manchmal Fragen

Weißt du, was das tolle an Facebook-Gruppen ist? Man ist nicht allein. Man hat eine Community um sich herum. Und genau diese kannst du auch bei eigenen Fragen nutzen. Wenn ihr beispielsweise im Team unsicher seid, ob ihr ein neues Medium anschaffen wollt, fragt doch einfach mal nach. Ihr könnt erfahren, ob es Menschen gibt, die daran Interesse hätten. So bekommt ihr direktes Feedback, das euch die Entscheidung erleichtern sollte.
Oder möchtet ihr für die nächsten Veranstaltungen regionale Künstler buchen? Frag doch einfach mal in der Gruppe nach, ob jemand Empfehlungen hat – oder vielleicht sogar selbst Lust hat. Bestimmt fallen dir noch einige andere Dinge ein.

Sprich die Sprache der Gruppe

Ein letzter Punkt, der mir sehr am Herzen liegt: verkünstel dich in den Gruppen nicht unnötig. Sie dir an, wie die Menschen untereinander sprechen und passe dich dem an. Bedeutet: streiche Satzbausteine wie „sehr geehrte Gruppenmitglieder“ aus deinem Kopf. Dein Ziel ist es, die Bibliothek als aktives Gruppenmitglied zu etablieren und nahbar zu sein. Sprache ist dabei einer der wichtigsten Faktoren.

Und noch ein Tipp zur Umsetzung: sei gerne in mehreren Gruppen aktiv, aber übertreibe es nicht. Blocke dir am besten feste Zeiten, die du nicht überschreitest. Social Media verleitet sonst schnell einmal zum endlosen Scrollen. 😉

Komm in meine Gruppe

Falls du Lust hast, erstmal die Funktionen von Facebook Gruppen zu entdecken, oder dich auch gleich mit anderen Bibliotheksmitarbeitern zum Thema Online Marketing und Social Media in Bibliotheken auszutauschen möchtest, dann schau doch einfach mal in meiner eigenen Gruppe „Bibliomarketeer“ vorbei! Dort kannst sämtliche Fragen stellen, die dir dazu unter den Nägeln brennen. Außerdem bin ich am Donnerstag, den 08.07.21 das erste mal Live in der Gruppe und beantworte direkt eure Fragen – verpasse es nicht, dabei zu sein. Ich freue mich auf dich!
>> Hier gehts zur Facebook Gruppe „Bibliomarketeer“.

Ich melde mich verbindlich für den Kurs DIE SOCIAL MEDIA BIBLIOTHEK an: